Das Wichtigste zuerst

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Die Folgen des Klimawandels sind aktuell überall in Europa und so auch in Deutschland zu spüren. Der Sommer war durch ungewöhnliche Hitze und Dürre gekennzeichnet. Es hat quasi monatelang nicht geregnet, der Wasserpegel im Rhein sank so stark, dass der Fluss als Transportweg für Binnenschiffe nur eingeschränkt nutzbar war, und zwar mit negativen Folgen für die Wirtschaft. Darüber hinaus forderte die abnorme Hitze unübersehbar auch Menschenleben, insbesondere bei Kranken und älteren Mitbürgern. Die Politik hat das offenbar erkannt und nimmt sich des Thema jetzt mit drastischer Verspätung an. Die SPD macht in diesem Zusammenhang den Vorschlag, den Kampf gegen den Klimawandel in das Grundgesetz aufzunehmen. Der Koalitionspartner CDU fühlt sich überrumpelt und wehrt sich dagegen. Man befürchtet, dass dieser Schritt mit unabsehbaren Mehrkosten verbunden ist und das bei einer eher desolaten Haushaltslage. Und so streitet man jetzt erst mal über diesen eher formalen Aspekt des Klimaschutzes. Dabei sind die Auswirkungen absehbar so katastrophal, dass man eigentlich die Zeit besser für die Verabschiedung konkreter Gegenmaßnahmen verwenden könnte, zum Beispiel für ein Tempolimit auf Autobahnen. Aber dafür ist wohl bei allen Politikern die Angst vor negativen Folgen für die ohnehin angeschlagene Wirtschaft zu groß. Und so übt man sich wie üblich im Spiel auf Zeit und gibt sich der Hoffnung hin, dass sich das Problem von selbst löst. Also keine Panik, denn heute hat es ja etwas geregnet.

 

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